Automation – Was ist diesmal anders?

Wie lange, glaubst du, wird es dauern bis eine Maschine deinen Job besser als du erledigen kann? Automation hat in der Vergangenheit hauptsächlich große, dumme Maschinen für monotone Arbeit in Fabriken bedeutet. Heute aber landen Maschinen Flugzeuge, diagnostizieren Krebs und handeln an der Börse.

Gab es nicht immer schon Automatisierung? Was ist diesmal anders? Der folgende Film aus der Reihe „Kurzgesagt – In a Nutshell“ erläutert diese Frage ausführlich:

Hier ist noch ein ergänzendes  Video zum gleichen Thema.

Wie es wirklich mit den Jobs aussieht und welche Jobs am ehesten von der Automation betroffen sind wurde schon im Artikel Will a Robot take your job?  ausgeführt und kann auch auf dieser Seite getestet werden.

Es scheint klar: wir erleben ein neues Zeitalter der Automation, das sich nicht mit der Vergangenheit vergleichen lässt. Wie werden wir damit umgehen, dass nur mehr eine Minderheit der Bevölkerung Jobs hat? Was bedeutet das für den Einzelnen, wo wir uns doch maßgeblich über unsere Arbeit definieren?
Eine Katastrophe oder eine vielleicht einmalige Gelegenheit oder sogar Notwendigkeit die Gesellschaft grundlegend zu ändern und Armut und Ungleichheit dramatisch zu reduzieren?

Eine Forderung, die in diesem Zusammenhang oft erhoben wird ist die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Im folgenden Video erklärt Albert Wenger seine Gedanken zum Arbeitsmarkt und Sozialwesen in den Zeiten von AI und Automation:

 

 

 

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Expert eTalk: Was künstliche Intelligenz und Big Data können

Am 19. Juni veranstaltet die Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer Salzburg einen Expert eTalk zum Thema Künstliche Intelligenz: „Was künstliche Intelligenz und Big Data können“.

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Ich werde bei dieser Veranstaltung einen Kurzvortrag halten und dabei Beispiele für die Möglichkeiten präsentieren, wie Software Unternehmen schon heute mit geringem Aufwand künstliche Intelligenz in ihre Anwendungen integrieren können.

Veranstaltung: Expert eTalk

Machine Learning Prag 2017

Letztes Wochenende fand zum zweiten Mal die Machine Learning Prague Konferenz statt. An dieser Konferenz mit deutlichem Praxis-Schwerpunkt fanden sich über 500 Teilnehmer aus 43 Ländern ein – darunter auch Rudi, Philipp und ich aus Salzburg.

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Die Konferenz fand im wunderschönen Jugendstil Palais Kino Lucerna, dem ältesten Kino Prags statt.

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Zwei richtig interessante Tage mit Vortragenden von Facebook, Google, New York Times oder Konica Minolta. Aber auch viele kleine Startups stellten vielfältige Einsatzgebiete vor.
Viele interessante Projekte, extrem wertvolle Praxis-Tipps und motivierende Stimmung! Und Prag ist auch so eine Reise wert 😉

Hier sind die Slides, hier sind die Videos.

 

AI unterstützt dich beim Zeichnen

AutoDraw ist das jüngste Ergebnis aus dem Google Creative Lab.  Ähnlich wie bei QuickDraw (siehe Bericht) werden Zeichnungen mit Hilfe von AI analysiert. Bei AutoDraw kann man mit ganz einfachen Skizzen hochwertige Zeichnungen erhalten. Nach ein paar wenigen Strichen werden Vorschläge gemacht, was gemeint sein könnte. Diese vorgeschlagenen Grafiken können dann weiter bearbeitet und verwendet werden.

AutoDraw

Keiner weiß, wie AI die Entscheidungen trifft

„No one really knows how the most advanced algorithms do what they do. That could be a problem.“ Will Knight beleuchtet in seinem Artikel in MIT Technology Review das Problem im Detail.

Es ist heute schwierig bis unmöglich herauszufinden, warum ein AI System eine Entscheidung getroffen hat. Insbesondere Deep Learning ist quasi eine Black Box. Das ist zwar auch bei den Menschen so, dass sie nicht immer wirklich ihre Gedanken und Entscheidungen vollständig begründen können, aber wir haben Wege gefunden intuitiv Menschen zu vertrauen und abzuwägen.

Wir haben aber noch nie Maschinen gebaut, die auf eine Weise funktionieren die wir nicht verstehen. Das ist letztendlich ziemlich irritierend!

DeepDream.pngDer Künstler Adam Ferriss hat dieses Bild mit Googles Deep Dream erzeugt.

Es gibt in der EU Überlegungen, ob das die Befragung eines AI Systems, wie es seine Entscheidung getroffen hat, nicht ein fundamentales Recht sei.

Die Frage ist, ob das überhaupt möglich ist:
Just as many aspects of human behavior are impossible to explain in detail, perhaps it won’t be possible for AI to explain everything it does. “Even if somebody can give you a reasonable-sounding explanation [for his or her actions], it probably is incomplete, and the same could very well be true for AI,” says Clune, of the University of Wyoming. “It might just be part of the nature of intelligence that only part of it is exposed to rational explanation. Some of it is just instinctual, or subconscious, or inscrutable.”

Artikel: The Dark Secret at the Heart of AI

Wie die Blockchain die Welt ändern wird

Don Tapscott erläutert in seinem TED Talk „How the blockchain is chainging money and business“ sehr anschaulich die Funktionsweise der Blockchain. Er hält sie für die zweite Generation des Internets mit enormen Potential die gesamte Gesellschaft zu verändern.

Besonders interessant finde ich die fünf Beispiele, anhand denen er erklärt, wie die Blockchain dazu beitragen kann, die entstandene enorme soziale Ungleichheit zu bekämpfen.

Sicherheitsprinzipien für die KI-Forschung

Das Future of Life Institute hat im Rahmen einer Konferenz eine Reihe von Sicherheitsprinzipien für die KI-Forschung formuliert, die von über 1000 KI-Forschenden und zahlreichen weiteren einflussreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt werden. Die Prinzipien fordern unter anderem  eine verstärkte Kooperation von Forschungsteams sowie die vermehrte konstruktive Diskussion ethischer Fragen, die bei der KI-Entwicklung aufkommen.

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Weiterführende Information:
Beneficial AI 2017 Konferenz mit Videos zu den meisten Vorträgen
Asilomar AI Principles – die Ziele und die imposante Liste der Unterzeichner