Sicherheitsprinzipien für die KI-Forschung

Das Future of Life Institute hat im Rahmen einer Konferenz eine Reihe von Sicherheitsprinzipien für die KI-Forschung formuliert, die von über 1000 KI-Forschenden und zahlreichen weiteren einflussreichen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt werden. Die Prinzipien fordern unter anderem  eine verstärkte Kooperation von Forschungsteams sowie die vermehrte konstruktive Diskussion ethischer Fragen, die bei der KI-Entwicklung aufkommen.

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Weiterführende Information:
Beneficial AI 2017 Konferenz mit Videos zu den meisten Vorträgen
Asilomar AI Principles – die Ziele und die imposante Liste der Unterzeichner

 

 

Geht es jetzt den SW-Entwicklern an den Kragen?

Dass AI den Buchhaltern zusetzen wird haben wir schon gehört. Aber geht es jetzt schon den Software Entwicklern an den Kragen? Mit DeepCoder haben Forscher von Microsoft und der University of Cambridge ein AI System vorgestellt, dass Programmieraufgaben löst, indem es Programmzeilen  zb. aus StackOverflow abkupfert und damit kleine Aufgaben löst.

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Das System lernt durch den Gebrauch und erkennt immer besser, welche Snippets am besten zusammen passen und für welche Probleme welche Teile am besten geeignet sind – und wird dabei immer schneller.

Große Projekte können mit dieser Vorgangsweise nicht gebaut werden. Aber kleine Einzelaufgaben durch Anpassen von vorhandenen Code Snippets zu lösen ist unter Entwicklern allgemeine Praxis. Und wenn diese Aufgabe durch AI übernommen werden kann soll uns das nur recht sein!

Artikel:
New Scientist: AI learns to write its own code by stealing from other programs
TechCrunch: DeepCoder builds programs using code it finds lying around
The Next Web: Microsoft’s new AI sucks at coding as much as the typical Stack Overflow user

In Erinnerung an Hans Rosling

Hans Rosling, der renommierte Statistiker und Pioneer auf dem Gebiet der Visualisierung von Daten ist letzte Woche gestorben. Legendär sind seine Vorträge, in denen er auf eine mitreißende und witzige Art erstaunliche Einblicke über die Welt vermittelt hat.

Er hat seine Idee, den Menschen die Welt zu zeigen wie sie wirklich ist – und wie unterschiedlich zu den Vorurteilen – zu einer wahren Meisterschaft entwickelt. Dabei verwendet er nur Daten und Visualisierung von Daten.

Wenn du mit seine Vorträge nicht kennst – belohne dich selber und schaue dir zumindest einen Vortag von ihm an:
TED talk 2006: The best stats you’ve ever seen

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Hans Rosling hat den Leuten immer erzählt, dass die Welt viel besser ist als man glauben möchte. Es gibt so etwas wie die Dritte Welt nicht mehr. Die Welt verbessert sich laufend. Und es ist sehr schwer das in die Köpfe hinein zu bekommen, weil die negativen Nachrichten meistens überwiegen.

Auf  Gapminder findet man viele weitere Videos, interaktive Anwendungen und auch die Software für die animierte Statistik.

Ein paar weitere legendäre Videos:
New insights on poverty
Global population growth, box by box
The magic washing machine

 

 

Und jetzt auch Poker…

Das nächste Duell „Brain vs. Artificial Intelligence“ ist geschlagen. Nachdem erst im letzten März das System AlphaGo von DeepMind den weltbesten Go-Profi geschlagen hat (siehe AlphaGo – Die Schlacht ist geschlagen) ist nun Poker dran:
Libratus, ein System, das an der Carnegie Mellon Universität entwickelt wurde, hat in einem dreiwöchigen Turnier Dong Kim, Jimmy Chou, Daniel McAulay und Jason Les, die Weltelite im Poker, im „no-limit Texas hold ´em“ besiegt.

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Profi Jason Les (l.) spielt gegen Libratus, daneben Tuomas Sandholm, der Programmierer

Die besondere Herausforderung bei Poker: es ist nur ein Teil der Information vom Spiel-Status bekannt. Daher gibt es keinen einzelnen optimalen Zug. Andrew Ng: „Instead, an AI Player has to randomize its actions so as to make opponents unvertain when it is bluffing.“

 

Wired: Inside Libratus, the Poker AI That Out-Bluffed the Best Humans
Spiegel Online: Poker-Software Libratus: „Hätte die Maschine ein Persönlichkeitsprofil, dann Gangster“

Spieleabend mit Machine Learning

„Quick, Draw!“ heißt ein neues Spiel von Google. Es funktioniert wie das beliebte Spiel Pictionary – nur dass man nicht gegen einen menschlichen Gegner sondern gegen einen intelligenten Algorithmus spielt.

Der Spieler bekommt den Auftrag, einen Gegenstand innerhalb von 20 Sekunden zu zeichnen. Während des Zeichnens „rät“ der Algorithmus mit und erklärt, woran ihn die Zeichnung erinnert – bis er das richtige Ergebnis hat.

Im Anschluss kann man sich im Detail anschauen, welche Zeichnungen andere Benutzer als Grundlage für die Zuordnung dienten. Im Fehlerfall werden die drei besten Treffer-Begriffe angezeigt.4-quick-draw-machine-learning-online-solutions-group

Das Prinzip von Machine Learning wird hier sehr anschaulich demonstriert.

Achtung: macht süchtig!

 

Martin präsentiert beim Data Science Forum

Gestern fand das erste Data Science Forum der  Universität Salzburg statt. Gegen Ende des ersten Semesters seit der Einrichtung des Studiengangs Data Science sollten Faculty, Studierende, Unternehmensvertreter und andere Stackholder des Studiengangs die Gelegenheit zu einer Bestandsaufnahme erhalten.

Studierende präsentierten die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen, in denen sie verschiedene Aspekte von Data Science durchleuchtet haben. Es gab eine Umfrage unter Unternehmensvertretern und eine unter akademischen Wissenschaftlern. Dazu wurde ein Vergleich internationaler Data Science Studiengänge vorgenommen und eine Gruppe hat sich mit Open Government Data beschäftigt.

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Vier Industriepartner stellten ihr Unternehmen und ihren Bezug zu Data Science vor, darunter auch Blumatix Consulting. Martin hat unsere Machine Learning Projekte präsentiert und die Studenten eingeladen, ein Praktikum oder ihre Master-Arbeit bei uns zu machen.

Eine informative Veranstaltung mit vielen interessanten Kontakten!

 

Der Roboter ist immer geil

Sex mit Maschinen – mehr als nur ein Spielzeug: Hersteller tüfteln an immer realistischeren und intelligenten Sexrobotern.

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Auf dem zweiten „Love and Sex with Robots“ Kongress in London wurden von 19. – 20. Dezember die relevanten Themen diskutiert: Dürfen Menschen alle ihre Fantasien an den Maschinen ausleben? Welche ethischen Probleme entstehen? Die Forscher plädieren für eine klare Trennung von Recht und Ethik.

Spiegel Online Artikel: Sex mit Maschinen